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Open handed playing

In diesem Beitrag geb ich mal meine Senf zum Thema Open Handed Playing dazu! 🙂

Bei Spieltechniken ist es manchmal wie mit Religion, Politik oder Geld! Man sollte diese Themen nicht anschneiden, wenn man Harmonie und Frieden schätzt! 🙂 Denn diese Themen sorgen bei einigen Mitmenschen für ordentlich Zündstoff! Genau so kann es einem mit Schlagzeugtechniken gehen! Und wenn es dann noch um einen Bruch mit Traditionen geht kann es schon mal heisse Diskussionen geben!

Dabei wird oft vergessen, was Technik eigentlich ist! Es ist im Idealfall nur die Art und Weise wie ich etwas tue also lediglich ein WERKZEUG!

Nicht mehr und nicht weniger!

Und genau um so ein Werkzeug geht es heute! Dem Open Handed Playing!

Bei dieser Spielweise werden die Hände nicht mehr überkreuzt, um HiHat und Snare zu spielen! Das ist natürlich ein Bruch mit der Tradition! Dieser Bruch hat aber Vorteile! Den man spielt so wesentlich entspannter und man hat auch wesentlich mehr Möglichkeiten am Schlagzeug. Man kann z.B. die HiHat durchspielen, während man ein Fill-In spielt! So wird der Groove nicht unterbrochen! Man trainiert die meist schwächere linke Hand, da man hier die Unterteilungsebene spielt und damit eben die meisten Schläge aus führt! Das sind nur zwei von vielen Vorteile die diese Technik hat!

Der erste Drummer der diese Spielweise verwendet hat war Billy Cobham.

Aber auch viele ander Drummer, wie Dom Famularo und hier in Deutschland natürlich Claus Hessler, verwenden diese Art des Schalgzeugspiels!

Ich selbst verwende diese Technik seit 2004! Nicht immer, aber so oft es geht! 🙂 Da ich  10 Jahre lang Cross Handed gespielt habe, gibt es eineige Dinge, die ich rechts führend ( ich bin, wie die meisten, Rechtshänder ) besser spielen kann! Gut das kann man auch üben! Aber warum etwas üben, das man schon spielen kann? Nur eben mit rechts! Klanglich soll es ja keinen Unterschied machen!

Das hat dann zu etlichen Experimenten mit zwei Hihats geführt! Da ergeben sich aber aus meiner Sicht einige Unstimmigkeiten!

Wenn ich zwei Hihats verwende, sollen es die gleichen sein um einen symetrischen Klang zu erhalten? Oder doch unterschiedliche, also mehr Vielfalt? Möchte ich auf beiden Hihats die gleichen Soundoptionen haben inkl. Hihatöffnungen? Dann brauche ich wohl eine Kabelhihat! Die sind mir aber in der Spielbarkeit meist etwas zu schwergängig! Auserdem sind die Kabel selbst etwas empfindlich, einmal geknickt und man braucht ein neues! Man muss also drauf aufpassen! Kurz um, es gab viele Fragezeichen und ich konnte mich mit zwei Hihats nicht anfreunden! Denoch wollte ich beim Open handed Playing bleiben, da es für mich dennoch mehr Vor- als Nachteile bietet!

Was also tun?

2011 bin ich beim Stöbern durchs Netz auf Bill Bruford gestoßen! Da hat es dann Klick gemacht!

Ich hatte zwar Bill schon 1997 mal auf der Mussikmesse in Frankfurt gesehen, damals hab ich aber nicht so sehr auf sein Setaufbau geachtet! Damals hatte er schon seine Hihat in der Mitte, genau vor sich, positioniert! Die Snare war ebfalls vor ihm, zwischen seine Beinen, platziert und die Toms waren rechts und links von ihm auf Snarehöhe positioniert!

GENAU  DAS MUSSTE ICH AUCH HABEN, PERFEKT! 🙂

DW hatte inzwischen auch eine spezielle HiHat-Maschine ( DW 9550 Remote Universal HiHat ) auf den Markt gebracht, die eine Kartanwelle, wie bei einem Doppelpedal verwendet, statt einem Kabel! Somit war auch für diese Baustelle eine Lösung gefunden! Ichbrauchte also nur eine Hihat und die gehört in die MITTE!

Mein individueller Setaufbau war gefunden!

Man muss so nicht spielen aber es ist zu mindest eine Möglichkeit! 🙂

Was das für Vorteile für mich hat und wie es eigentlich dazu kam das heute die meisten Drummer überkreuz spielen, erfahrt ihr nun in dem Video !

Viel Spass dabei! LG, Jürgen

P.S.: Es hilft im übrigen, wenn man nicht alles soooo bierernst nimmt! 😉

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