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Roland TD-50 – E-Drum programmieren Teil 2 – Die Becken

E-Drum programmieren, die zweite! Halle und willkommen zurück zu meiner kleinen Reihe zum Programmieren eines Drum Sets am Roland TD-50. Im ersten Teil habe ich ja die Trommeln grundsätzlich festgelegt. Da fehlen natürlich noch die Becken. Was ich da genau gemacht habe siehst du im Video. Hier möchte ich etwas grundsätzlicher auf das Thema Beckensounds und E-Drums eingehen.

E-Drum programmieren und die Beckensounds

Beckenklänge waren schon immer der Schwachpunkt bei E-Drums. Denn ein Becken hat in Natura sehr viele Klangfacetten. Die sind in dieser Tiefe elektronisch kaum abzubilden. Es gibt natürlich sehr gute Becken Samples. Aber natürlich kann das nie mit dem Klang des echten Beckens mithalten. Zudem hat man gerade bei Ride und HiHat sehr mit der Latenz zu kämpfen. Schlägt man ein echtes Becken an, so klingt es ab dem Zeitpunkt des Auftreffens des Stockes. Bei einem E-Beckenpad ist das technisch bedingt anders. Im Grund haben wir es hier mit einem Sensor zu tun. Diese Nimmt den Anschlag auf und leitet diesen an das Drum Modul weiter. Im Drum Modul wird dieses Signal verarbeitet und der hinterlegte Sound wird dann an die Ausgänge, also an PA oder an deine Kopfhörer ausgegeben. Erst in den Kopfhörern oder einer angeschlossenen Box beginnt das Signal zu klingen. Das ist natürlich immer indirekter als beim echten Becken.

Ist das ein Problem!

Das kommt auf das Becken an. Will man z.B. nur einen einfachen Crash Sound haben ist, der einfacher um zusetzen. Aber selbst dieses Sample besteht aus sehr vielen Einzelaufnahmen. Denn man will ein Crash ja auch unterschiedlich laut spielen können. Je feiner die Dynamikabstufung ist, umso realistischer wird das Sample. Bei Ride und HiHat Becken ist das wirklich aufwändig. Denn hier haben wir ja deutlich mehr Sounds und die verwenden wir auch.

Um das so exakt wie möglich abzubilden, muss man im Grunde jede Nuance extra aufzeichnen. Diese vielen Aufnahmen muss man dann zu einem Sample zusammenfügen. Keine leichte Aufgabe. Und dann hat man noch das Problem, das analoge Becken ja nur zwei oder drei Sensoren haben. Wie will man da die vielen Nuancen abrufen? Aus diesem Grund hat Roland beim TD-50 bei der Snare und dem Ride auf digitale Pads gesetzt. Dadurch kann man hier deutlich mehr Sensorendaten übertragen uns somit auch ein wesentlich genauere Wiedergabe erreichen.

E-Drum programmieren ist nicht ganz einfach!

Wie dieser Prozess genau vonstatten geht, kannst du in diesem Video sehen. Und das ist nur ein sehr grobes Sampling. Du kannst davon ausgehen, dass Roland da wesentlichdetaillierter vorgeht. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum es im TD-50 Modul nur ganze zwei Ride Becken Samples gibt. Ride Becken sind nun mal die komplexesten Sounds am Schlagzeug.

Wobei das schon sehr wenig ist. Ein drittes oder auch viertes Ride Becken wäre schon schön gewesen. Ein Flat Ride und/oder ein Crash Ride z.B. Aber man kann sich dafür ja auch externe Sample Pack zulegen. Fürs Spielen und unterrichten reichen diese Sounds allemal. Im dritten Teil dieser Reihe wird es dann um das Fine Tuning gehen. Wir werden uns mit Stimmung, Dämpfung, Obertönen, dem Snareteppich und Felltypen beschäftigen. All das kann auch angepasst werden. Nächste Woche kommt aber erst mal wieder ein allgemeineres Thema dran.

Bis dahin wünsche ich dir viel Spaß beim Trommeln und nicht vergessen…

START DRUMMING! LG, Jürgen

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