Überspringen zu Hauptinhalt

Roland TD-50 – Erklärung Teil 3 – Die Pads

Die Pads des Roland TD-50 sind heute das Thema. Hallo und willkommen zum dritten Teil meiner Erklärung des TD-50. Den ersten Teil findest du hier und den zweiten hier. Darin habe ich dir das Drum Modul und dessen Rückseite gezeigt. Nun sind die Sensoren dran. Gehen wir es an.

Die Pads:

3 x PDX-100 10 Tom Pads

1 x KD-120 12 Bassdrum Pad

1 x VH-11 11 V-HiHat

1x CY-12C 12 V-Cymbal Crash

1x CY-13R 12 V-Cymbal Ride als Crash

Und natürlich die Stars dieses Drum Sets:

1x PDS-140 14 Digtal Snare Pad

1x CY-18DR 18 Digital Ride Pad

Die genauen Merkmale aller Pads findest du hier. Das sind also unsere Sensoren, denn nichts anderes sind Pads an einem E-Drum Set. Dadruch sind sie auch neben dem Drum Modul die wichtigsten Komponenten. Mit ihrer Qualität steht und fällt die Spielbarkeit des E-Drum Sets. Denn ein Drum Modul kann nur das verarbeiten, was es von den Pads an Signalen übermittelt bekommt. Je genauer das Gespielte abgebildet wird, umso realistischer wird das Spielgefühl. Der Hauptgrund warum E-Drums bei manchem Drummer nicht ganz so hoch im Kurs stehen, liegt genau hier begründet. Denn kein Pad der Welt kann eine echte Trommel oder ein Becken übertreffen. Man kann sich nur annähern. Bassdrum und Tom Pads genauso wie Crashes sind recht gut zu simulieren. Meist spielen wir hier klare Einzelschläge und klanglich kann man diese Instrumente auch sehr realistisch abbilden. Bei Ride, HiHat und Snare sind das schon anders aus.

Die Pads werden digital!

Um bei diesen Instrumenten auch eine halbwegs realistische Wiedergabe zu ermöglichen, hat Roland hier auf digitale Pads bei Snare und Ride gesetzt. Das hat den Vorteil, dass hier wesentlich mehr und bessere Sensoren verwendet werden können. Die dadurch erhöhte Datenrate lässt sich über die USB-Anschlüsse ans Drum Modul übertragen. Im Drum Modul sorgt eine leistungsfähige CPU dafür, das dieser größere Datenstrom auch in einen realistischen Klang umgewandelt werden kann. Somit sind dieses beiden Pads das große Plus dieses Drum Set. Deshalb habe ich mich auch genau für dieses Drum Set entscheiden. Denn Bespielbarkeit ist für mich der wichtigste Punkt bei einem E-Drum Set. Ich bin nun mal Jazzdrummer und somit von Haus aus kein wirklicher E-Drum Fan. Warum ich dennoch im Unterricht inzwischen auf E-Drums setze, erfährst du in diesem Beitrag. Wenn ich also schon E-Drums verwenden muss, dann bitte eines mit der bestmöglichen Bespielbarkeit. Die hat aber auch Schwächen.

Das HiHat Pad ist der Schwachpunkt!

Jedes Instrument hat Stärken und schwächen. So auch das TD-50. Meiner Meinung nach, und mit dieser bin ich nicht allein, liegt der größte Schwachpunkt dieses Sets beim HiHat Pad. Es ist noch analog und eben nicht digital. Dadurch fällt die Bespielbarkeit gegenüber dem Ride Pad deutlich ab. Es ist nicht so, dass das Pad grundsätzlich schlecht wäre. Nein, es ist eigentlich recht gut. Nur merkt man erst, wie unzureichend etwas ist, wenn man es mit etwas besserem vergleichen kann. Diese Erfahrung macht man hier immer beim Wechsel vom Ride auf die HiHat. Es wäre am Modul sogar ein dritter USB-Eingang vorhanden. Was fehlt, ist ein entsprechender HiHat Controller. Auf diesen warten wir E-Drummer und Roland E-Drum Fans sehnsüchtig. Es wäre das Non-Plus-Ultra in Sachen Bespielbarkeit.

Aber das ist ein Jammern auf sehr hohem Niveau.

Ich kann mich noch an die E-Drums aus den 90er Jahren erinnern. Die waren nur bedingt spielbar. Nur der ein oder andere Top40 Drummer in der Partyband hat damals E-Drums verwendet. Die Sounds waren da einfach wichtiger und meist auch das Spielmaterial nicht so komplex. Heute kann man fast alles auf E-Drums spielen. Es hat sich also wirklich viel getan. Das alles hat natürlich seinen Preis. Es gibt aber auch günstigere Sets. So z.B das TD-17, dass demnächst mein jetziges Schülerset ersetzen wird. Sobald ich es habe, wird es natürlich auch zu diesem Set einige Beiträge geben.

Abschließend möchte ich noch klarstellen, dass ich weder von Roland bezahlt wurde noch ein Endorsement habe. Es ist also nur meine persönliche und unabhängige Meinung und Erfahrung, die ich hier weitergegeben habe. Bilde dir bitte auch deine eigene Meinung, wenn du dir ein E-Drum Set zulegen möchtest. Denn nur auf diese kommt es letztlich für dich an! Das soll es für heut gewesen sein. Nächste Woche fangen wir dann an ein Drum Set zu programmieren.

Bis dahin wünsche ich dir viel Spaß beim Trommeln und nicht vergessen…

START DRUMMING! LG, Jürgen

Dieser Beitrag hat 0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

An den Anfang scrollen