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Blast Beats – Live Lesson – 19:45 Uhr am 20.11.2020

Blast Beats sind heute unser Thema! Hallo und willkommen zu dieser Live Lesson. Das wird heute wieder eine Pflichtstunde für mich, da ich nun mal kein Spezialist für Heavy Metal Drumming bin. Nicht, dass ich diese Musikrichtung nicht mag. Nein, ich höre sehr gerne z.B. die Band Blind Guardian. Ich spiele halt diese Musikrichtung selten. Eigentlich nur im Unterricht. Aber der Wunsch nach einer Lesson zu diesem Thema in der letzten Live Lesson ist mir Befehl und dem komme ich nun gerne Nach.

Blast Beats – Die Herkunft

Die Ursprünge dieses Grooves liegen im Thrash und Death Metal der 80er Jahre. Die Vorläufer waren jedoch auch im Hardcore und in der Punk Musik zu finden. Gerade die Punkmusik wurde in dne frühen 80er Jahre zu einem gewichtigen Einfluss im Heavy Metal der frühen 80er Jahre. Das hört man z.B. bei Metallica, deren frühen Alben als Wegbereiter des Thrash und Speed Metal gelten. Da wurden sehr oft Grooves wie dieser hier gespielt:

Moment, das ist doch ein einfacher 4-tel Noten Basis Groove! Ja, stimmt! Es ist lediglich die Art und Weise, wie man diesen spielt, der diesen Groove zu einem Heavy Groove werden lässt. Man spielt ihn lediglich härter und aggressiver. Sehr oft findet man auch diese Variation:

Hier kommt noch ein 8-tel Doppelschlag auf „3+“ auf der Bassdrum hinzu. Beide Grooves werden in der Regel deutlich übe 200 BPM gespielt. Dann entfalten sie ihre volle Wirkung. Insbesondere dann, wenn man noch die 4-tel Noten auf einem Crash oder einem China spielt.

Blast Beats – Vom Punkt zum Metal

In der Punk Musik hat man die oben gezeigten Grooves auch sehr oft verwendet. Wurde es noch schneller, findet man aber sehr oft auch diese Variation:

Es ist im Grund der erste Groove, nur eben in 8-tel Noten. Da ermöglicht noch höhere Tempi. Zumindest in der Wirkung. Man kennt dieser Grooves auch als Poker oder Skank Beat. Soll es noch schneller werden, kann man auch zu einem Wechselschlag in den Händen wechseln:

Wir spielen also die HiHat auf den 4-tel Noten zusammen mit der Bassdrum. Auf den „+“-Zählzeiten dazwischen spielen wir mit der andern Hand die Snare. Diesen Groove findet man hin und wieder auch im Punk. Es ist im Grunde aber schon ein Bast Beat.

Der Klassiker

Um daraus einen klassischen Blast Beat zu machen, wechseln wir lediglich die Unterteilungsebene:

Hier haben wir 16-tel Noten. Die HiHat und die Bassdrum werden in synchron in 8-tel Noten gespielt. Die Snare füllt die Zählzeiten „e“ und „d“ dazwischen aus und wir erhalten unser 16-tel Unterteilung. Eine sehr gute Übung hierzu ist der Wechsel zwischen 8-tel und 16-tel Noten:

Diese Übung sollte man unbedingt mit einem Metronom üben. Du musst hier auch nicht bei Tempo 200 beginnen. Such dir, ein für dich passendes, Tempo heraus. Es geht hier, wie bei allen sehr schnell gespielten Grooves. Um genaues und transparentes Spielen. Je sauberer und klarer du spielst, umso besser klingt es auch. Das beginnt in der Regel mit sehr gewissenhaftem Üben in langsamen Tempi. Über die Zeit wird es dann auch schneller.

Ein paar Worte zu Variationen

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe an Variationen dieses Grooves. Da wäre z.B. der Hammer Blast, der Hyper oder auch Gravity Blast, sowie der Bomb Blast zu nennen. Einiges davon demonstriere ich auch im Stream kurz. Ich bin allerdings ebenso kein Spezialist fürs Doppelpedalspiel. Ich hab zwar auch dazu schon die ein oder andere Lesson gemacht, aber die hier nötige hoch spezialisierte Spielweise erfordert eine Menge Arbeit, die sich für mich nicht unbedingt lohnt, da ich diese Musikrichtung nun mal nicht selbst spiele.

Ich verweise hier sehr gerne auf zwei sehr gute Kollegen. Zum einen Andre Hilgers, der nicht nur ein gestandener Metal Drummer ist, sondern auch ein sehr guter Lehrer. Und zum anderen meinen geschätzten Dresdener Kollegen Ronny Garz. Beide könnten ein paar Abos mehr für ihre guten YouTube Kanäle vertragen. 😉 Das soll es dann auch für heute gewesen sein. Die nächste Free Lesson erscheint dann wieder in 14 Tagen.

Bis dahin wünsche ich viel Spaß mit dieser Lesson und nicht vergessen…

START DRUMMING! LG, Jürgen

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