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Jazzdrumming – Comping

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Hallo und willkommen zurück zur aktuellen Lesson of the Week. In dieser Lesson zeige ich dir, was es mit dem Comping im Jazzdrumming auf sich hat. Comping leitet sich vom englischen „to accompany“; begleiten, ab. Gemeint sind damit Begleitfiguren, die Melodie, Harmonie oder die Improvisation des Solisten bzw. der gesamten Band, wenn diese das Thema des Stückes spielt, unterstützen. Meistens spielt man diese Begleitfiguren auf der Snare und der Bassdrum. Wobei die Snare deutlich häufiger beteiligt ist. Deswegen fange ich auch heute mit Snarefiguren an. Schauen wir uns das Spielmaterial genauer an.

Hier siehst du die vier Takte, die wir heute als Comping Figuren auf der Snare spielen werden. Es handelt sich dabei Übungen, die aus dem Buch Syncopation stammen. Es sind die ersten vier Übungen aus dem Syncopation Set 1. Zur Arbeit mit dem Buch habe ich hier schon mal eine kleine Einführung gegeben. Die Lesetexte sind nicht all zu schwierig. Jedoch werden wir die Übungen immer ternär interpretieren. Sprich, alle 8-tel Noten werden geshuffled. Du spielst also alle „+“ Zählzeiten auf den ternären „d“ Zählzeiten. Im Video gehe ich näher darauf ein. Solltest du noch nicht so firm mit den Triolen sein, empfehle ich dir meine Onlinekurs 2. Da behandele ich die Triolen, die Shuffles und den Swing Groove sehr detailliert. Auch ein Blick auf diese Lesson zur Unabhängigkeit im Jazz, die ich vor etwa einem Jahr veröffentlicht habe, lohnt sich sehr. Man könnte die heutige Lesson als Fortsetzung zu dieser Lesson betrachten.

Die Snarefiguren kennen wir jetzt. Schauen wir uns die Ostinati auf Ride, HiHat und Bassdrum an.

Das erste Ostinato ist die klassische Modern Jazz Begleitfigur Du spielst eine Swing-Figur auf dem Ride. Die HiHat wird auf „2“ und „4“ angetreten. Das zweite Ostinato ist nahezu identisch. Jedoch kommen noch 4-tel Noten Bassdrumschläge hinzu. Diese Figur verwendet man klassische Swing der 30er und 40er Jahre. Du kannst die Übungen A bis D mit beiden Ostinati kombinieren. Ich verwende hier das erste Ostinato, da dies die gebräuchlichere Kombination ist. Die Übung A sieht demnach so aus.

Die Snare wird hier auf den Zählzeiten „1“, „1+“, „2+“, „3“ und „4 gespielt. Bedenke dabei, das wir das jetzt ternär interpretieren. Sprich, du spielst die „+“ Zählzeiten immer auf „d“. Also auf der letzten Triolen Note. Ich habe hier bewusst alles binär notiert, da dies in der Praxis durchweg so gemacht wird. Es ist so halt wesentlich einfacher zu schreiben und der Jazzdrummer weiß eh wie er das zu spielen hat. Weiter geht es mit der Übung B.

Hier spielst du die Snare auf „1“, „2“, „2+“, „3+“ und „4“. Achte auch hier auf die ternäre Interpretation. Es folgt nun die Übung C.

Hier haben wir die Snareschläge auf „1“, „2“, „3“, „3+“ und „4+“. Schauen wir uns gleich die Übung D an.

Hier kommen die Snareschläge auf allen 4-tel und 8-tel Zählzeiten mit Ausnahme der Zählzeiten „2“ und „4“. Somit erhalten wir hier eine unterbrochene Shuffle Figur. Diese Comping Figur verwende ich auch genauso recht häufig. Gehe nun wie folgt beim Üben vor:

  • Übe zunächst die Snarefiguren A bis D separat. Dazu kannst du gerne den 4-tel Grundpuls auf der Bassdrum oder der HiHat (angetreten) hinzunehmen.

  • Übe dann die einzelnen Figuren in Kombination mit einem der beiden Ostinati.

  • Beginne immer mit dem Ostinati und nimm dann die Snare hinzu.

  • Zähle immer laut mit und beginne die Übungen nicht zu schnell. Genauigkeit geht vor.

Es wird eine ganze Weile brauchen, bis das leicht von der Hand geht. Es handelt sich hierbei um Grunde um Unabhängigkeitsübungen der linken Hand. Das braucht einfach seine Zeit. Klappen diese vier Figuren, kannst du sie ja auch mal hintereinander wegspielen und auch etwas variieren. Improvisation ist dann nicht nur erlaubt, sondern auch ausdrücklich erwünscht.

Hier habe ich dir noch ein Play Along verlinkt. So kannst du die Comping Figuren auch mal mit Musik ausprobieren. Zum Thema Unabhängigkeit findest du in dieser Lesson mehr Infos und hier habe ich eine Lesson zum Swing. Das war heute mal wieder ein Lesson für fortgeschrittene Schlagzeuger. Nächst Woche wird es wieder etwas entspannter; versprochen!

Bis dahin viel Spaß mit dieser Lesson und nicht vergessen…

START DRUMMING! LG, Jürgen

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