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Dynamik-Level bei Ghostnotes

Dynamik-Level bei Ghostnotes! Darum geht es heute. Hallo und willkommen zu dieser Free Lesson. Kürzlich hat mich ein Abonnent meines You Tube Kanals auf das Dynamik-Level von Ghostnotes in einer meiner Lessons angesprochen. Die entsprechende Lesson dazu findest du hier. Er meinte, dass die Ghostnotes doch recht laut seien. Die müssten doch eigentlich viel leiser gespielt werden, oder nicht? Und ja, in dem Fall hätte ich die Ghostnotes tatsächlich auch leiser spielen sollen. Schon allein deswegen, damit sie besser und klarer erkennbar sind. Wobei ganz so einfach ist die Antwort dann doch nicht. Denn, wie so oft in der Musik, hängt es auch hier vom Kontext ab.

Welche Dynamik-Level bei Ghostnotes gibt es?

Nun, das hängt natürlich von der Musik ab, in der ich den Groove mit den Ghostnotes anwenden möchte. Ursprünglich kommen Ghostnotes aus dem Jazz. Da verwendet man leise gespeilte Snareschläge, um Comping-Figuren zu spielen. Hier ein Beispiel dazu und hier eine Lesson von mir zu diesem Thema. Im Funk und Soul der späten 69er und 70er Jahren wurden Ghostnotes zum stilprägenden Element. Die bekannteste Nummer ist wohl das Stück Funky Drummer von James Brown. Interessant ist hier natürlich der berühmte Break Beat. Da hört man die Ghostnotes sehr gut und deutlich. Die sind hier wirklich sehr leise gespielt. Auch sehr schön zu hören und zu sehen ist dies in diesem Beispiel von David Garibaldi. Diese Art Grooves waren sehr einflussreich und werden seither auch sehr gerne in Rock und Pop verwendet.

Wie sind die Dynamik-Level bei Ghostnotes in anderen Musikrichtungen?

In Rock und Pop sind die Ghostnotes oft nicht ganz so leise. Nehmen wir dazu nur einmal zwei Songs zum Vergleich. Die Grooves sind bei beiden Songs fast identisch. Es handelt sich um diesen Basis-Groove:

Hör die dazu Californication von den Red Hot Chili Peppers und im Vergleich dazu I don´t want to wait von Paula Cole an. Zu letzterem Song habe ich auch ein Groove Tutorial gemacht. Die Ghostnotes sind hier in beiden Fällen deutlich lauter gespielt, als man dies im Jazz oder Funk tun würde. Es ist also Interpretation wie laut ich die Ghostnotes spiele. Das kann sogar so weit gehen, dass die Ghostnotes zu ganz normalen Snareschlägen bzw. Akzente werden können. Da ist dieses Beispiel exemplarisch. Brachialer geht es kaum. Diese beiden Extreme können sogar innerhalb eines Songs vorkommen, wie man hier hören kann.

Wie spiele ich nun die Ghostnotes?

Das hängt, wie schon gesagt, von der Musik ab. Was braut der Song? Soll es eher rockig werden. Will ich ein möglichst klares und transparentes Klangbild haben? Im ersten Fall kannst du die Ghostnotes gerne etwas lauter spielen. Im zweiten Fall ist es sinnvoller die Ghostnotes leiser zu spielen. Technisch gesprochen ist es natürlich sinnvoll die Ghostnotes zunächst so leise wie möglich zu spielen. Lauter werden kann man dann immer noch.

Probier das einfach mal aus! Spiele ein Groove mit Ghostnotes einmal mit leisen Ghostnotes und einmal mit lauteren Ghostnotes. Am besten nimmst du das ganze auf. Hör dir an wie der Groove sich in seiner Wirkung verändert. Brachen kann man fast alles. Es hängt halt von der Musik ab, zu der man eine bestimmte Interpretation spielt. Das sollte jetzt hoffentlich erhellend gewesen sein in 14 Tagen gibt es dann den nächsten Beitrag im Vlog oder der Free Lesson!

Bis dahin wünsche ich dir viel Spaß mit dieser Lesson und nicht vergessen…

START DRUMMING! LG, Jürgen

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