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Der Two Beat – Die Mutter aller Grooves

Der Two Beat, die Mutter aller Grooves! Hallo und willkommen zur Free Lesson. Es geht heute um den meiner Meinung nach wichtigsten und universellsten Groove überhaupt, den Two Beat. Für die meisten von uns dürfte es auch der erste Groove gewesen sein, den wir gelernt haben. Schwierig ist er nicht, aber sehr vielseitig und in nahezu in allen Musikstilen zu finden. Einen genaueren Blick auf diesen Groove lohnt sich also. Los geht’s!

Der Two Beat – Was ist das genau?


Wie der Name schon sagt, ist es ein Zweierschlag. Es werden im Wechsel Bassdrum und Snare gespielt. Die Bassdrum auf den Down Beats „1“ und „3“ und die Snare auf den Back Beats auf „2“ und „3“. Das sieht in der einfachsten Form so aus.

Noch einfacher ausgedrückt: BUMM, DA, BUMM, DA! Es ist der größtmögliche Kontrast. Die Bassdrum schafft das Fundament für den Groove. Und die Snare gibt dem Ganzen den nötigen Schub nach vorne. Simpel, aber nicht trivial!

Two Beat – Universell einsetzbar!


In fast jeder Musikrichtung kommt dieser Groove zum Einsatz. Zumindest so lange es sich um Musik in 4-tel Taktarten handelt. Vornehmlich natürlich Musik im 2/4 und 4/4 Takt. Die gebräuchlichste Version sieht so aus.

Damit kann man so ziemlich alles von AC/DC, über REM bis hin zu Motörhead begleiten. Aber nicht nur in Rock und Pop kommt dieser Groove zum Einsatz.

Der Two Beat – Die europäische Tradition!


Auch in etlichen Musiktraditionen Europas kommt der Two Beat zum Einsatz. Ganz prominent sei hier die Polkamusik genannt. Das sieht dann so aus.

Hier spielt man das Becken (HiHat oder Ride) zusammen mit der Bassdrum und die Snare alleine. Dazu habe ich hier ein Hörbeispiel. In der englischen, irischen und schotischen Folk Musik wird der Two Beat so gespielt.

Hier spielen wir wieder durchgehend 8-tel Noten auf der HiHat, die Bassdrum auf den 4-tel Zählzeiten und die Snare immer auf „+“. Das war dann auch die Quelle für den Two Beat in der Country Musik in den USA. Auswanderer aus allen Teilen Europas brachten ihre Musiktraditionen mit in die neue Heimat und so entwickelte sich daraus zunächst der Bluegrass und später die Country Musik. Wer jetzt aber gähnend abwinkt, dass dies doch olle Kamellen seien. Härter soll es sein! Auch dem Zeitgenossen kann geholfen werden.

Der Two Beat – Ein Blastbeat ist auch nichts anderes!


Schaut man sich im Thrash, Black, Death oder ähnlichen Extrem Metal Stilen um, kommt man nicht am Blast Beat vorbei. Schaut man den sich genauer an, stellt man schnell fest, dass er in seiner klassischen Ausprägung im Grunde auch nichts anderes ist als ein Two Beat.

Wir spielen hier 8-tel Noten auf der HiHat oder dem Ride. Ich habe hier der Einfachheit halber immer die HiHat notiert. Die Bassdrum wird hier synchron mit gespielt. Auf den 16-tel Zählzeiten „e“ und „d“ spielen wir die Snare im Wechsel mit der Bassdrum und der HiHat. Das Ganze wird hier natürlich schon sehr schnell gespielt. 150 BPM ist hier ein guter Startpunkt. Es müssen ja nicht gleich 300 BPM und mehr sein. Das kann ich sowieso nicht! Da gibt es aber Spezialisten, die das ja ausreichen in Bild und Ton demonstrieren. Und wenn man mich fragt und ich es ganz genau anschaue, würde ich behaupten, dass das im Grunde eine Polka auf reichlich Koffein ist! 😉

Ich hoffe, du hast jetzt ein besseres Verständnis für die Vielseitigkeit dieses Grooves. Es ist unser Schweizer Taschenmesser und aus fast keiner Musik wegzudenken. Das sollte zumindest klar geworden sein. Un der Groove ist für viel von uns der erste den wir am Schlagzeug spielen lernen. Du findest ihn z.B. in meinem gratis E-Book, das du auf meiner Startseite herunterladen kannst. Das solle es für heute gewesen sein. Nächstes mal geht wieder um ein anderes, spannendes Thema.

Bis dahin wünsche ich viel Spaß mit dieser Lesson und nicht vergessen…

START DRUMMING! LG, Jürgen

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